Charlie
Rasse:
Geschlecht:
Alter:
Größe/Gew.:
wartet seit
MMK-Test:
Artgenossen:
Katzen:
Afghane
Rüde
1. Dezember 2022
65 cm / 28 kg
Juli 2026
Siehe Text
sozial
nicht getestet
Afghanenrüde Charlie lebte bei einer Spanierin, die trotz Tierhalteverbot illegal züchtet. Einer Freundin von Elena gelingt es glücklicherweise immer wieder, die Frau davon zu überzeugen, einzelne Hunde abzugeben und auf diesem Weg konnte auch Charlie sein bisheriges Leben hinter sich lassen.
Am 18. Juli 2026 kam er zu uns ins Refugio und die Spuren der Vernachlässigung waren deutlich zu sehen. Seine Ohren waren innen völlig verdreckt, die Haut schuppig, teilweise entzündet und von starkem Flohbefall gezeichnet. Kurz vor seiner Abgabe war Charlie offenbar noch dilettantisch geschoren worden – vermutlich, weil sein langes Fell völlig verfilzt und voller Flöhe war. Elena brachte ihn deshalb zu einer professionellen Hundefriseurin, die sein Fell noch einmal fachgerecht kürzte. Nun darf es gesund nachwachsen und Charlie sich Stück für Stück wieder in einen stattlichen Afghanen verwandeln.
Mit den anderen Hunden im Refugio ist Charlie sehr gut verträglich. Er hat jedoch eine selbstbewusste Persönlichkeit und wird stets die Rolle des Rudelführers einnehmen wollen. Er ist kein dominanter Hund, der ständig seinen Status unter Beweis stellen muss, setzt aber durchaus Grenzen, wenn er es für nötig hält. Als vierbeinige Gesellschaft wäre eine Hündin oder ein sanfter, eher unterwürfiger Rüde ideal. Charlie könnte aber ebenso gut in Einzelhaltung glücklich sein.
In seinem Früheren Leben hatte er keinen engen Kontakt zu Menschen und auch sonst hat Charlie wenig kennengelernt. Von vertrauten Personen nimmt er inzwischen Futter aus der Hand, kann entspannt in ihrer Nähe sitzen und genießt sanfte Streicheleinheiten. Auch das Bürsten lässt er problemlos zu und kann dabei entspannen.
Fremden begegnet Charlie zunächst zurückhaltend, wobei er sich recht schnell öffnet, wenn man sanft mit ihm umgeht. Trotzdem darf seine Unsicherheit nicht unterschätzt werden. Gerät er im Kontakt mit fremden Menschen in Panik und sieht keinen anderen Ausweg, könnte er mit Abwehrverhalten und im äußersten Fall auch mit Schnappen reagieren. Seine zukünftigen Menschen sollten seine Körpersprache deshalb gut lesen können, ihn vorausschauend führen und dafür sorgen, dass er nicht bedrängt wird.
Auch das Leben in einer Stadt ist Charlie noch weitgehend fremd. Bislang war er lediglich für seine Besuche beim Tierarzt und bei der Hundefriseurin dort. Autos, viele Menschen und die ungewohnten Geräusche machten ihm zunächst große Angst. Schon bei seinem zweiten Tierarzttermin bewegte er sich jedoch deutlich sicherer durch die Straßen. Mit geduldiger und behutsamer Begleitung wird sich Charlie auch an neue Umgebungen gewöhnen, dennoch halten wir ihn für ein Leben mitten im Großstadttrubel nicht geeignet.
Wir wünschen uns für Charlie ein ruhiges Zuhause bei Menschen, die bereits Erfahrung mit Windhunden haben und das besondere, sensible Wesen dieser eigenständigen Langnasen zu schätzen wissen. Er braucht Menschen, die nichts von ihm erzwingen, ihm Sicherheit geben und ihn Schritt für Schritt an sein neues Leben heranführen.
Charlie hat in kurzer Zeit bereits gezeigt, wie viel Lebensfreude, Neugier und Entwicklungspotenzial in ihm stecken. Nun fehlen ihm noch die richtigen Menschen, die hinter seiner Unsicherheit den liebenswerten, fröhlichen Clown entdecken und ihm die Zeit geben, die er braucht.
Videos:
Charlie und Marta https://youtube.com/shorts/VzFr_ErqVcc?feature=share
Charlie in der Hundegruppe https://youtube.com/shorts/TV5_8aXw0dA?feature=share
Nach dem Friseurbesuch https://youtube.com/shorts/Kfojo0bjazU?feature=share
Gesundheit:
Leider wurde Charlie positiv auf Herzwürmer (Filarien) getestet. Der Herzultraschall zeigte glücklicherweise nur geringe Parasitenlast, sodass Charlie nach dem bewährten Standardprotokoll der American Heartworm Society (AHS) behandelt werden kann. Es sieht 28 Tage Doxycyclin sowie zwei Immiticide Injektionen (jeweils unter Narkose) vor. Erst nach Abschluss der Therapie kann er kastriert werden; eine Ausreise ist daher frühestens Ende Oktober möglich.
























